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Kängurunachwuchs

Veröffentlicht am 27.01.2016

Neun Monate lang lebte der kleine "Wigo" in der Beuteltasche seiner Mutter, bevor er von der

Größe einer Bohne bis zu einem Gewicht von ca.800 Gramm und 25 cm Größe herangewachsen war.

Dann verließ er zum ersten Mal den Beutel um seine Welt zu erkunden .

Leider verstarb seine Mutter kurz darauf und der kleine Wigo blieb alleine zurück.

Die anderen Tiere aus der Kängurugruppe lehnten den Neuzukömmling ab und damit war für 

den Tierpark ein rasches Handeln vonnöten um den Kleinen am Leben zu erhalten .

Von der Notlage des kleinen Wigo berührt wagte sich unsere Tierparkmitarbeiterin "Sandra "

aus Untergrombach an das Experiment , das Känguru bei sich aufzunehmen und das Tier

 gemeinsam mit ihrer Familie groß zuziehen .

Nach anfänglichem Stress -alle 4 Stunden ein Fläschchen laktosefreie Milch vorbereiten - hat sich  

die Nahrungsaufnahme normalisiert denn alle Kängurus sind laktoseintolerant und trinken bis zu  

einem Alter von 2 Jahren noch Muttermilch , deshalb bekommt Wigo noch immer sein Milch - 

fläschchen als Nahrungsersatz .

 

Seit August 2015 hat sich das Leben für Sandra und ihre Familie grundlegend geändert und mit 

der Zeit hat sich die Pflegefamilie zu Känguruexperten entwickelt .

Mit einem abwechslungsreichen Speisenplan der für Wigo erarbeitet wurde , kommen jeden

Tag Spezialmüslis für Kängurus , Karotten , Hirsekringel , Eichenblätter und Rinde aufs Tablett .

Viele Fachbücher , Berichte und Ratschläge aus dem Internet waren dazu erforderlich um auf

diesem Neuland einen Erfolg bei der Aufzucht zu garantieren .

 

Aus dem Beuteltier ist inzwischen ein kleiner Wilder geworden , etwa gleich einem 2 jährigen Kind .

Er wiegt jetzt schon 6 kg und ist 60 cm groß ,was bei ausgewachsenen Zustand bis 110 cm und

20 kg Gewicht bedeuten .

In der Wohnung sind für ihn feste Plätze reserviert ,wo er auf Wickelunterlagen sitzt oder liegt .

Schmusen gehört mit zu seiner Lieblingsbeschäftigung und falls er mal nicht die Beachtung

bekommt die er sich erhofft - oder etwas will - faucht und knurrt er wie eine Katze - bis er

die nötige Aufmerksamkeit erhält .

Wigo ist ein reinliches Tier und verrichtet seine Geschäfte im Katzenklo . Danach knurrt und 

faucht er so hartnäckig bis das Klo gesäubert wird , deshalb darf er sich zu Sohn Robin mit dem

er sich gut angefreundet hat , auch mal neben ihn ins Bett legen .

 

Auch im Kindergarten ist das Känguru schon lange ein Tagesgespräch . Wenn der Hausherr

seinen Sohn Robin zu der Einrichtung bringt , so ist Wigo in einem gepolsterten Rucksack dabei 

der auf der Brust oder auf dem Rücken getragen worin er sich zurückziehen kann - ein großer

Star und er verhält sich zu den Kindern sehr sozial und verspielt .

Bei kleinen Ausflügen auf den Michaelsberg darf er ganz aus dem Rucksack heraus und entfernt

sich nur wenige Meter von der Pflegefamilie auf die er stark fixiert ist .

                                                                                                                       Radi

 

 

 

        Der Tier-und Vogelpark Forst bedankt sich recht herzlich bei Sandra

        und ihrer Familie für die große Geste , dem kleinen Känguru ein

        weiterleben ohne seine Mutter zu ermöglichen .

                                                                    Danke Sandra